sunday thoughts

Passiert das gerade wirklich?

Die Frage stelle ich mir in letzter Zeit immer öfter.

Wir stellen uns Fragen die sinnlos sind und uns im Leben kaum weiterbringen. Wir verschwenden unsere Lebensenergie an Dinge die unwichtig sind und keinen Wert haben. Es ist uns wichtiger,uns über das Verhalten anderer zu ärgern als über unser eigenes nachzudenken. Wir sitzen lieber mit unserem Smartphone auf der Couch, als das schöne Wetter zu genießen. Wir sind zu faul alles zu geben um etwas großes zu erreichen. Unsere Karrieren gehen vor – die Familie verliert immer mehr an Wichtigkeit. Wir verurteilen Menschen und wissen nicht einmal was dieser Mensch erlebt hat. Wir spielen Moralapostel und ändern nichts an unserem eigenen Verhalten.

Stop!

Lasst uns kurz einige Jahre zurück blicken…

In der Schule trug jeder angemessene Kleidung und Hotpants hatten dort nichts zu suchen. Am Nachmittag trafen wir uns alle im Park und teilten unsere Sorgen und Ängste.

Wir waren auf der Suche nach gleichgesinnten und haben unsere Freundschaften gepflegt und uns vorgestellt, wie wir eines Tages heiraten werden und wunderten uns wohin das Leben uns bringen würde. Am Sonntag war die ganze Familie in der Kirche und vor dem Essen wurde gebetet. An kirchlichen Feiertagen war es undenkbar zu Arbeiten. Es war der Ruhetag.

Ruhe?

Heute undenkbar.

Letzen Sonntag war meine Großmutter zu Besuch und ich verbrachte das Wochenende am Land bei meiner Familie. Ich muss zugeben, es ist wie Urlaub. Wenn man in so einer großen Stadt wie Wien wohnt, verliert man schnell das Gefühl für die kleinen Dinge im Leben.

 

Als ich noch zur Schule ging, waren wir jeden Sonntag in der Kirche. Man kannte jedes Gesicht. Viele “ältere” Menschen die zu jeder kirchlichen Feier gingen. Sie saßen in den ersten Reihen und kannten jedes Lied und jedes Gebet.

Letzten Sonntag war das anders. Diese Menschen waren nicht mehr da – die Reihen waren leer.

Und warum? Weil das offensichtlich nicht mehr “cool” ist. Man geht nicht zur Messe, man schläft seinen Rausch vom Wochenende aus.

Meine Mutter hat immer gesagt: Wer feiern kann, der kann auch aufstehn’.

Aber heute ist das nicht mehr so. Viele kaufen Unmengen an Süßigkeiten für Halloween ein, und wissen dass sie am nächsten Tag frei haben.

Und warum? Keine Ahnung – irgendein Feiertag halt.

Im Dezember rennen wir 4 Wochen lang wie verrückte durch die Shops damit ja jeder von uns ein super-tolles Geschenk zu Weihnachten in der Hand halten kann. Warum eigentlich?

Na – wegen dem Weihnachtsmann ..

Wirklich?

Wir sitzen jeden Tag in der Arbeit und wollen die besten sein. Besser als du, besser als der neben mir und besser als jeder hier! Wir wollen “etwas erreichen”. Was denn? Finanziell unabhängig zu sein? JA!
Arbeiten bis zum Umfallen und keine Zeit für die Familie haben? Leider – ja.

“Ich bin eh so gern da, was mach ich zhaus’ – da is mir eh nur fad.”

Hobbys?

“Ich hab keine Zeit, ich arbeit’ so lang und wenn ich nach Haus komm, will ich nur meine Ruhe haben.”

Sätze die ich schon gehört habe und die mir zu Kopf gestiegen sind. Wie kann man keine Zeit für etwas haben das einem Freunde macht. ..

 

Wisst ihr was das Problem ist? Früher hatte jeder Ziele! Ziele die realistisch waren. Man hat hart dafür gearbeitet um  diese Ziele erreichen zu können. Und dann? Dann war man zufrieden.

Heute trifft man selten Menschen die wirklich für etwas brennen…ein Ziel vor den Augen haben und sich Abends nach der Arbeit nicht ins Bett legen, sondern Sport betreiben, Freunde besuchen oder ein Buch lesen.

Lesen – das ist doch das nächste.

Moliére, Shakespeare, Dürenmatt, Zweig – die kennt heut kaum jemand. Dabei sind Bücher Goldgruben. Man kann so viel von diesen Menschen und Geschichten lernen.

Wo sind unserer Werte hin?

Ich möchte die Werte die mir mitgegeben wurden, eines Tages mit meinen Kindern teilen.

Ich will mich nicht der Masse unterwerfen und zu den Menschen gehören die an nichts glauben. Egal ob es um Religion oder um die menschlichen Werte geht. Ich möchte mich freuen, wenn ich nach der Arbeit nach Hause gehe und die Zeit mit meiner Familie verbringen kann. Ich möchte Interessen haben und meine Hobbys und ausüben. Ich möchte dass dein Charakter und deine Loyalität mir weiterhin wichtiger sind als jedes Geld der Welt. Ich möchte dass wir uns nicht gegenseitig schlecht machen sondern uns bestärken! Ich möchte schöne Menschen bewundern können und meine Hilfe anbieten, ohne seltsame Kommentare wie “Warum schaust du so blöd” zu erhalten.

Ich möchte dass wir uns gegenseitig einen Guten Morgen wünschen, anstatt uns gegenseitig zu ignorieren. Ich möchte dass du deine Ängste aussprichst, und dich nicht verstecken musst.

Ich möchte dass wir dem anderen gerne helfen und uns auch dafür bedanken.

Ich weiß, dass viele Leser genauso denken und es erfüllt mich mit so viel Liebe zu wissen dass es doch noch Menschen gibt die die kleinen Dinge wertschätzen können und wollen.

Eines Tages werden wir alt sein und wir werden über unser Leben nachdenken – oder wie singt man so schön?

One day baby we’ll be old…

In Liebe eure

eelayna

 

 

Laut Studien sind das die 5 Dinge, die Menschen kurz vor Ihrem Tot am meisten bereuen:

 

• Top 1: “Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt mein Leben so zu leben wie ich es wollte, und nicht so wie es von mir erwartet wurde”.

• Top 2: “Ich wünschte, ich hätte weniger gearbeitet.”

• Top 3: “Ich wünschte, ich hätte die Courage gehabt meine Gefühle zu zeigen”.

• Top 4: “Ich wünschte, ich wäre mit meinen Freunden in Kontakt geblieben”.

Top 5: “Ich hätte mir mehr Glück und Zufriedenheit gönnen sollen”.

 

 

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